Developing Resonating Echoes
Handwerk und Entwicklung meiner Resonating-Echos
Buntstift und Anspitzer
Hier findest du einen einleitenden Überblick zu meiner Maltechnik: Im oberen Teil dieser Seite erkläre ich dir Schritt für Schritt, wie ich mit Buntstiften arbeite und meine Motive entwickle.
Weiter unten im Artikel siehst du eine Bildabfolge, die jeden einzelnen Arbeitsschritt zeigt – vom ersten Linienzug bis zum fertigen Bild.
Außerdem habe ich ein YouTube-Videos verlinkt, in denen du miterleben kannst, wie ich eine Auftragsarbeit entstehen lasse. In den kurzen Videoausschnitten bekommst du einen direkten Einblick in meinen kreativen Prozess.

Ich arbeite mit G4 Reinzeichenkarton und Schöllers Hammer Duria Glatt zu 250 Gramm.
Für die Farben verwende ich ausschließlich Schwan Stabilo Hartkernbuntstifte und zum Anspitzen einen Faber Castell single Hole Sharpener mit mittellangem Konus.
Das ist im Grunde alles, was ich brauche. Einen Radiergummi benutze ich nicht. Nur ab und zu, um Buntstiftstaub von weißen Flächen zu entfernen.
Am Anfang musste ich erst herausfinden, welcher Spitzer am besten geeignet ist, um die Buntstifte genau auf die richtige Länge und Form zu bringen.
Nach vielem Ausprobieren zeigt sich, dass die Spitze nach dem Anspitzen ganz vorne oft ein wenig bröselig bleibt. Trotzdem passt sie so für meine Technik am besten, weil der Strich damit weich ansetzt und fein weitergeführt werden kann.



Nach dem Anspitzen führe ich die Buntstiftspitze vorsichtig über eine raue Oberfläche und gradiere sie leicht ab. So wird die Spitze gleichmäßiger und eignet sich besser für feine Linien und weiche Übergänge.

Ich verwende für alle Stifte eine Stiftverlängerung, damit ich sie wirklich bis zum letzten Rest nutzen kann. Gleichzeitig sorgt die Verlängerung für einen besseren Halt und ein wenig mehr Gewicht. So fühlt sich der Buntstift mehr wie ein echtes Werkzeug an und liegt angenehmer in der Hand.
Erste Linien und Ornamente
Linien einbringen und Ornamente wachsen lassen

Das Besondere beim Zeichnen mit Buntstiften, vor allem in meiner Technik, ist die Reihenfolge. Ich kann später nicht einfach mit Buntstift über Buntstift zeichnen.
Deshalb folge ich meiner Intuition und entscheide früh, welche Linie im Bild oben liegen soll und welche darunter verläuft. So entsteht Schicht für Schicht der Eindruck von Tiefe und Bewegung.
Hier siehst du, wie ein Motiv entsteht. Die erste Grundlinie ziehe ich immer freihand, ganz ohne Hilfsmittel, nur Kreise bringe ich mit einem Olympia zertifizierten Hula Hoop Reifen auf das Papier.
Alle weiteren Linien lege ich von Hand in einem Abstand von sieben bis acht Millimetern zur ersten Linie an. So entsteht das Bild Schritt für Schritt, ganz aus der Bewegung und im eigenen Rhythmus.

Wenn ich eine Linie nach der anderen freihand zu einem Bereich lege, den ich später mit Ornamenten füllen möchte, spüre ich schon früh eine große innere Ruhe. Schnelligkeit und Hektik passen für mich nicht zu diesen präzisen Abständen, sie entstehen nur mit Gelassenheit.
Nach dem ersten inspirativen Moment, in dem ich die Idee für eine Form finde, stellt sich sofort die Ruhe ein, die ich brauche und suche. Dann kann ich mich ganz auf jede kleine Bewegung beim Entwickeln des Bildes konzentrieren und diesen Zustand genießen.


Ein wesentlicher Teil der Arbeit besteht darin, das Werkzeug immer wieder in die perfekte Ausgangsposition zu bringen. Manchmal sind das bis zu dreißig Prozent der Zeit, in der ich den Buntstift anspitze, anschleife und bei jedem neuen Ansatz leicht drehe.
So sorgt die Spitze dafür, dass der Strich gleichmäßig auf dem Papier oder Karton liegen kann.
Ornamente einbringen und bearbeiten
Schwunglinien und Punktarbeit

Hier siehst du, wie ich Ornamente zwischen die Linien setze. Damit beginnt ein ganz eigener Abschnitt im Arbeitsprozess, denn jetzt braucht die Spitze wirklich einen fast perfekten Grad.
Nur dann lassen sich feinste Ornamente einzeichnen und oft gelingt es, eine ganze Reihe davon zu ziehen, ohne gleich neu anspitzen zu müssen. Die besondere Freude liegt darin, mit dem Druck zu spielen.
Es geht darum, die Spitze sanft genug über Karton oder Papier zu führen, dass sie fast ein wenig einsinkt, dabei aber nicht bricht. Das ist ein Moment, in dem Technik und Gefühl zusammenkommen.

Punkte gezielt zu setzen, sodass sie die Schwünge, die du hier auf dem Bild siehst, wirkungsvoll ergänzen, ist für mich eine der schönsten und zugleich schwierigsten Aufgaben.
Ich gebe gern zu, dass ich selbst dafür einen ganz besonderen, ruhigen Zustand brauche. Nur so kann ich erreichen, dass die Punkte in dieser Qualität auf das Papier kommen und mit den Schwüngen harmonieren.

Ornament einbringen und Ecken ausrunden
Rundungen und fließende Übergänge

Im nächsten Schritt setze ich zwischen die Linien eines meiner liebsten Ornamente: eine kleine Raute und einen Kreis.
Besonders gerne zeichne ich Waben, also leichte Schwünge, die ich in den Ecken abrunde, damit ein harmonisches Bild entsteht.
Mit diesen Formen bringe ich Bewegung und Rhythmus ins Motiv und genieße jeden Moment der Gestaltung.

Das Ausrunden der Waben, eigentlich aller eckigen Übergänge, nimmt viel Zeit in Anspruch, aber es ist angenehme, erfüllende Zeit.
Das gehört zu den Phänomenen, die meist nur dann auffallen, wenn sie fehlen. Würde ich die Linienübergänge nicht ausrunden, sondern eckig lassen, hätte das Bild einen ganz anderen Charakter.
Unterbewusst wird so ein Kanteneindruck anders wahrgenommen, als wenn alle Übergänge sanft in die nächste Linie geführt werden.


Farbverläufe und Ornamente ausfüllen
Wenn Farben und Ornamente zusammenkommen

Nun beginnt der Teil, in dem ich die Kanten verdicke und die Grundlinie von ihrer Ausgangsfarbe zur Mitte hin immer heller werden lasse.
Auf diese Weise entsteht ein Eindruck von Leuchten und fließendem Farbverlauf, der dem Motiv Tiefe und Spannung gibt.
Ich genieße es, diesen Übergang ganz behutsam auszuarbeiten und das Strahlen Schritt für Schritt zu verstärken.

Hier zeigt sich wieder, dass ich mit Buntstift nicht einfach über vorher Gezeichnetes malen kann. Daher lege ich die Ornamente zuerst an, umrunde sie sorgfältig und fülle sie danach fein aus.
Nur so entsteht die Präzision und Leuchtkraft, die ich für meine Arbeiten anstrebe. Dieser Ablauf sorgt für die Tiefe und Klarheit im fertigen Bild.



Der Moment, wenn ich das letzte Ornament ausfülle und das Bild beginnt zu leuchten, gehört für mich zu den schönsten und erfüllendsten im ganzen Prozess.
Jetzt zeigt sich, wie jede Linie, jedes Detail beiträgt und am Ende alles zusammenkommt. Das ist wirklich ein Augenblick, den ich jedes Mal genieße.
Ein Beispiel für den Aufbau und den Farbverlauf
Hier in dieser Galerie wird sichtbar, wie sich ein Bild mit Buntstift Schritt für Schritt entwickelt: Vom ersten lockeren Linienzug bis zum fein ausgefüllten Ornament und dem leuchtenden Farbverlauf kannst du den Aufbau und die Tiefe nachvollziehen.
Die einzelnen Zwischenschritte zeigen dir, wie sich Farbflächen, Formen und Details schichten und miteinander verbinden, bis schließlich das fertige Motiv entsteht. So wird deutlich, wie aus Bewegung, Ruhe und präziser Technik ein harmonisches Ganzes wächst und wie jeder Abschnitt zum Strahlen beiträgt.














































