Resonanz in Farbe und Form

Reflektierende Momente

Meine Motive bleiben bewusst offen – du kannst sie betrachten, darin verweilen, deiner eigenen Intuition folgen. Jeder Strich, jede Farbfläche ist ein Echo innerer Bewegung, das sich im Dialog mit dir weiter entfaltet. Wenn du meine Bilder anschaust, kannst du auch immer dir selbst ein bisschen in einem neuen Moment begegnen.

Manchmal ist ein Augenblick genug, damit eine Resonanz entsteht. Mit meinen Buntstiftarbeiten lade ich dich ein, diese Momente mit mir zu teilen. Ich arbeite ausschließlich mit Schwan Stabilo Hardkernbuntstiften auf hochwertigem Karton – G4 oder Duria Glatt. Durch die wiederholte Schichtung der Farben und präzise Linienführung entsteht ein zeichnerischer Resonanzraum, in dem Energie, Ruhe und Kontemplation miteinander verschmelzen.

Am Anfang, im August 2008, wollte ich eigentlich nur eine Mindmap zeichnen. Das lockere Gleiten des Stifts über das Papier und das freie Entwickeln von Formen waren so entspannend, dass ich einfach weitergemacht habe. Nach und nach entstand die Lust, meine Gedanken in abstrakten Gestalten aufs Blatt zu bringen.

Mit der Zeit habe ich wahrgenommen, wie wohltuend es ist, ein Bild zu malen, bei dem sich das Motiv und die Freude am Ausfüllen des Papiers ganz selbstverständlich verbinden. Die Fertigstellung eines Bildes wird für mich immer wieder zu einem besonderen Moment.

Ich male leidenschaftlich gern – vor allem, weil es sich einfach richtig anfühlt. Die Motive entwickeln sich oft direkt aus der Bewegung heraus. Es bereitet mir Freude, mit dem Stift über das Papier oder den Karton zu gehen und dabei Muster und Formen wachsen zu lassen.

Besonders genieße ich es, in Ruhe die Farben einzubringen, Ornamente zu füllen und durch behutsames Schattieren sanfte Übergänge zwischen Helligkeit und Tiefe entstehen zu lassen.

Das Malen ist für mich ein stilles, fast meditatives Erlebnis – wie ein Spaziergang, nur eben auf Papier.

Ich habe einfach weitergemacht und immer wieder Farbe aufs Papier gebracht. Dabei folge ich eher den Formen als einem festen Motiv. Nach und nach fügen sich die einzelnen Elemente zusammen, sodass jedes Bild Schritt für Schritt ganz aus dem Moment heraus entsteht.

Ich gehe an anderer Stelle noch genauer darauf ein, aber schon damals habe ich gespürt, wie sehr ich mich dem abstrakten Expressionismus verbunden fühle; ähnlich wie bei Jackson Pollock. Auch wenn ich mit Buntstiften arbeite und nicht mit tropfender oder geworfener Farbe, fasziniert mich vor allem die Freiheit, nichts beweisen oder darstellen zu müssen.

Mir geht es darum, etwas Eigenes zu schaffen, das ich mit Freude betrachte. Einfach, weil es zu mir passt und ich es gern in meinem Zimmer sehe.

Nachdem die ersten Bilder fast wie eine Maltherapie entstanden sind, habe ich begonnen, mich jeweils auf eine Farbe oder ein Element zu konzentrieren. Besonders intensiv habe ich mich mit dem Thema Rot und dem Element Feuer beschäftigt. Daraus entstand mein erstes Bild, das ich verkaufen konnte. Das war ein echter Glücksmoment, weil ich gar nicht erwartet hatte, so schnell und auf so natürliche Weise eine Bestätigung für mein Tun zu bekommen.

Am Anfang habe ich mich besonders darüber gefreut, wie viel Bestätigung und Unterstützung ich von meinem Umfeld bekommen habe. Es war wichtig für mich, den eigenen Impulsen zu folgen und zu merken, dass daraus etwas entstehen kann, das bleibt und auch in die Zukunft weist. Mein Freund Chris hat mich dabei weniger gelobt, sondern viel mehr ermutigt, dran zu bleiben und gut zu überlegen, wie ich mich organisieren kann, um meinem künstlerischen Weg klar und mit Leidenschaft weiterzugehen. Seine pragmatischen Tipps haben mir geholfen, meinen eigenen Entscheidungsweg zu finden.

Mein Geist war in Bewegung und das lässt sich für mich am besten mit Mind in Motion beschreiben. Diese innere Dynamik hat sich schnell übertragen und ich selbst bin in Bewegung gekommen, unterwegs auf Reisen, manchmal auch für längere Zeit fern von Berlin und später wieder zurückgekehrt. Zu den einzelnen Entwicklungsstufen und Erfahrungen werde ich an anderer Stelle noch mehr erzählen. Hier gebe ich einen kleinen Einblick in die Dinge, die seitdem passiert sind.

Mind in Motion

Im Jahr 2008 habe ich so richtig angefangen, mich meiner Kunst zu widmen. Zwei Jahre später bin ich von Berlin nach Nürnberg gegangen, um mich dort in einem Dachgeschoss bei meinem Freund Dirk zurückzuziehen. Über mehrere Jahre hinweg habe ich meiner Idee Raum gegeben und intensiv daran gearbeitet, meine ganz eigene Zeichentechnik zu entwickeln und weiter auszubauen.

Im Jahr 2011 gab es gemeinsam mit meinem Freund Dirk Messberger zwei spannende Projekte. Zum einen haben wir eine Ausstellung in Nürnberg auf die Beine gestellt und zum anderen meine ersten Jahre künstlerischer Entwicklung in einem Buch zusammengefasst. Beide Projekte waren wichtige Schritte auf meinem Weg und haben meine Arbeit und Erfahrungen sichtbar gemacht.

Mit der Geburt meiner Tochter Nora habe ich den alten Wohnwagen gegen einen großen, modernen getauscht und zusätzlich ein Wohnmobil umgebaut.

Dadurch konnte ich noch flexibler und individueller reisen und arbeiten. Als Trainer und Coach für Kommunikation verschmelzen Mind in Motion und Coaching in Motion und prägen mein Leben unterwegs.

Seit 2014 lebe ich wieder in Berlin und widme mich weiterhin der Kunst, aber auch ganz besonders der Kunst der Kommunikation gemeinsam mit meinem Geschäftspartner Oliver.

Im Spannungsfeld zwischen Risiken und Möglichkeiten beschäftige ich mich seit 2022 intensiv mit dem Thema künstliche Intelligenz und habe das Gefühl, in diesem neuen Feld eine eigene künstlerische Form gefunden zu haben.

Im Jahr 2010 habe ich dann einen gebrauchten Wohnwagen gekauft und darin mein mobiles Atelier eingerichtet. So konnte ich mich überall zwischen Hammerfest und Sizilien inspirieren lassen und an meinen Bildern arbeiten – ganz unabhängig und immer dort, wo mich das Leben gerade hingeführt hat.

Elektronische Musik begleitet mich seit meiner Jugend und ist bis heute ein wichtiger Teil meines Lebens. Die meisten meiner Bilder entstehen durch Bewegung – ich möchte es nicht tanzen nennen, aber es sind fließende, körperliche Abläufe, die aus dem Laufen kommen und sich in den Arm und die Hand übertragen. Auf diese Weise entstehen ganz direkt die ersten Linien auf dem Papier. Im Jahr 2012 hatte ich sogar die Chance, eine alte Turnhalle ganz allein zu nutzen, meine Anlage aufzubauen und mit lauter elektronischer Musik den Anfang für ein neues Bild zu machen.

Ein ganz besonderes Highlight kam im Jahr 2019, als ich nach vielen Jahren intensiver Entwicklung mein vermutlich größtes Buntstiftbild fertigstellen konnte.

Das Werk misst 1,50 mal 1,50 Meter und hat mich 800 Stunden beschäftigt. Am meisten habe ich mich gefreut, dass ich jemanden gefunden habe, der es mit echter Begeisterung gekauft hat und nun Tag für Tag betrachtet.

©Christian Pessing. Alle Rechte vorbehalten.

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